Unterkunft

DRK-Helfer sanieren ehemalige Hausmeister-Unterkunft

Mit Holz und Farbe neues Domizil saniert

 

DRK-Helfer sanieren ehemalige Hausmeister-Unterkunft (NGZ)

Von Daniela Buschkamp


Stein auf Stein mussten sie zwar nicht sezten, handwerkliches Geschick und Fleiß war bei den DRK-Helfern aber gefragt: Nach über fünf Monaten Sanierung haben sie das ehemalige Hausmeister-Haus an der Martinusschule in ein Vereinshaus verwandelt. "In zwei bis drei Wochen ist das Gebäude fertig", berichtet Kreisbereitschaftsführer Heinz Werres. Bis Ende Juni wurden dafür genau 2.443 Arbeitsstunden aufgebracht: "Fast jeder hat mitgemacht", freut sich der Wevelinghovener. Rolf Steins vom DRK Wevelinghoven nimmt nochmals Maß. Die Rotkreuzhelfer können bald das neue Domizil an der Martinusschule beziehen. In Eigenarbeit sanierten sie das einstige Hausmeister-Haus


Zur Vorgeschichte: Zunächst hatte es bedrückende Enge in der Wevelinghovener Wache gegeben. Die Feuerwehrleute mussten sich bei Alarm im Gerätehaus umziehen und forderten schon seit längerer Zeit geeignete Umkleide-Möglichkeiten. Sie fürchteten Gesundheitsschäden. Mit den Florianern teilten sich das Rote Kreuz und der Bauhof die Räumlichkeiten: Erst nach dem Auszug der städtischen Mitarbeiter wurde auch über neue Räume für das DRK nachgedacht. Eine Lösung war mit dem alten Hausmeister-Haus der ehemaligen Martinusschule gefunden. Doch vor dem Einzug der DRK-Helfer war eine komplette Renovierung notwendig.

 

Genau 2.443 Arbeitsstunden später ist ein großer Teil der handwerklichen Arbeit vollbracht. Rund 42 Aktive haben dabei geholfen: "Alles hat gut geklappt. Fast jeder aus dem Zug hat mit angepackt und seine Fähigkeiten eingebracht", berichtet Heinz Werres von der Sanierung. So wurde eine Wand der ehemaligen Toilettenanlage eingerissen und mit neuen Eisenträgern versehen, eine neue Heizung wurde installiert und Elektroleitungen verlegt. Alle Decken, Fenster und Türen haben die Ehrenamtler erneuert. So wird das DRK-Domizil in Zukunft über einen rund 50 Quadratmeter großen Ausbildungsraum und einen kleinen Besprechungsraum verfügen, dazu kommen ein Büroraum, eine kleine Küche und Toiletten.

 

Besonders freut sich Heinz Werres über die mit Holz gestalteten Kellerräume. "Viele Unternehmen haben sich sehr großzügig gezeigt und uns mit Sachspenden, wie zum Beispiel Holz, unterstützt", freut sich der Kreisbereitschaftsführer. In den gemütlichen Kellerräumen sollen die Jungrotkreuzler nach den Sommerferien wieder ihre Tätigkeit aufnehmen: "Wir wollen diese Nachwuchsgruppe wieder ins Leben rufen", berichtet Werres von zukünftigen Plänen. Neu im Angebot des Roten Kreuzes wird auch eine Sprechstunde sein. "Einmal pro Woche werden dann verschiedene Fachleute als Ansprechpartner für Fragen anzutreffen sein", so Heinz Werres. In dem eigenen Schulungsraum werden dann wie bisher wieder Schulungen und Seminare, zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse für Führerscheinbewerber, angeboten.

 

Der Umzug in die eigenen vier Wände bedeutet auch, dass das bisherige Domizil in der alten Schule überflüssig wird, die angemieteten Räume können aufgegeben werden. Allerdings ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Im Haus werden zurzeit die Türen montiert, doch bei dem Garagenbau ist noch "Manpower" gefragt. Am Freitag wurde mit dem Aushub für die Garage begonnen, dieser Arbeitsschritt soll bald abgeschlossen sein, damit die Unterkunft für Auto und Anhänger fertig wird.