

Am 25.02.2026 lud der Ortsverein Wevelinghoven des Deutschen Roten Kreuzes 28 Blutspender ein, die im vergangenen Jahr eine Jubiläums-Blutspende verzeichnen konnten. Diese runde Spende wurde bei einem der 17 Termine in Wevelinghoven, Kapellen, Bedburdyck, bei Polo in Jüchen oder in der Gesamtschule Hochneukirch abgegeben, einem der Spendeorte, die vom Ortsverein Wevelinghoven ehrenamtlich betreut werden. Unter den Eingeladenen waren 14 Spender mit 25 Blutspenden, 8 Spender mit je 50 Blutspenden, ein Spender mit 75 Blutspenden, 3 Spender mit je 100 Blutspenden und 2 Spender mit je 125 Blutspenden. Von den 28 eingeladenen Spendern konnten 21 Spender persönlich vor Ort begrüßt werden. Sie wurden von der Vorsitzenden des Ortsvereins Margarete Kranz, Bereitschaftsleiter Heinz Werres, seiner Frau Ute Werres, der „guten Seele der Blutspende“ sowie den stellvertretenden Bereitschaftsleitern Michael Tollhausen und Jürgen Pötzsch herzlich begrüßt. In einer kurzen Begrüßungsrede der Vorsitzenden, bedankte sie sich noch einmal herzlich bei den Spendern für das nicht selbstverständliche Engagement bei den Spendern und wies noch einmal darauf hin, dass die Anwesenden mit über 1.300 Spenden, und den dabei etwa 650 Litern gespendetem Blut ca. 3900 Menschen das Leben gerettet, deren Leid gelindert oder ihre Heilung ermöglicht haben. Sie nannte den Akt der Blutspende „gelebte Nächstenliebe“ auch weil die regelmäßigen Spender „da handeln, wo viele nur reden“.
Im Anschluss an den Dank und die Ausführungen rund um den Stellenwert der Blutspende für die Allgemeinheit durch Frau Kranz zeigten die beiden stellvertretenden Bereitschaftsleiter und Erste-Hilfe-Ausbilder Jürgen Pötzsch und Michael Tollhausen eine unterhaltsame Demonstration einer anderen Form von Lebensrettung, nämlich den Maßnahmen die bei einer schweren Atemwegsverlegung erforderlich sind, unter anderem der Oberbauchkompression, die auch als Heimlich-Griff geläufig ist. Ebenso wurde demonstriert, wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Zuhilfenahme eines Defibrillatos durchgeführt wird und es wurde erläutert, wie wichtig diese Maßnahme für den Betroffenen ist. Denn es geht dabei nicht nur darum dass der Betroffene überlebt, sondern danach auch mit möglichst wenig körperlichen und geistigen Einschränkungen weiterleben kann. Die Demonstration wurde von den Blutspendern sehr aufmerksam verfolgt und im Anschluss konnten die Ausbilder noch einige vertiefende Fragen beantworten.
Auf die EH-Demonstration folgte die feierliche Übergabe der Urkunden und Anstecknadeln durch Margarete Kranz, verbunden mit einem kleinen Präsent bzw. ab 75 Spenden mit einem gut gefüllten Präsentkorb.
Geehrt wurden für 25 Blutspenden: Claus Bernrath, Liesa Marie Bürger, Elke Hodske, Marion Hütz, Michael Kaiser, Hildegard Kaiser-Schulze, Robin Newrzella, Jürgen Pütz, Günter Seibert und Monika Weber; für 50 Blutspenden: Markus Fritsche, Tanja Hampel, Marcus Lebioda, Sabine Luise Peters, Nicole Roßner und Christoph Wiengarn; für 75 Blutspenden: Oliver Gieron; für 100 Blutspenden: Stefan Kloke und Hermann Schulte; für 125 Blutspenden: Dieter Beermann und Detlef Hacker.
Die Vorsitzende Frau Kranz und Bereitschaftsleiter Werres weisen auch noch einmal darauf hin, dass die Entwicklung der Spendebereitschaft in der Bevölkerung besorgniserregend sei, weil nicht in gleichem Maße neue Spender hinzu kommen, wie Spender ausscheiden. Dass Menschen als Spender ausscheiden, hat mittlerweile fasst ausschließlich gesundheitliche Gründe, denn gerade wegen der genannten Entwicklung wurde die bestehende Altersbeschränkung mittlerweile aufgehoben, so dass jeder der möchte und gesundheitlich in der Lage ist, bis ins hohe Alter spenden darf.

Auf Initiative und in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Jüchen führte der Ortsverein Wevelinghoven in der Gemeinschaftsgrundschule Jüchen einen Kurs „Heranführung an die Erste Hilfe an Grundschulen“ durch. An den Montagen 5. Mai und 12. Mai wurden den Drittklässlern der GGS Jüchen durch die EH-Ausbilder Michael Tollhausen und Jürgen Pötzsch erste Kenntnisse im Umgang mit der „Ersten Hilfe“ vermittelt. Unterstützt wurden sie dabei von der Erzieherin Michaela Stratmann und den jeweiligen Klassenlehrkräften. Die Organisation und Abstimmung mit der Grundschule Jüchen hatten Victoria Langenberg, Vorstandsmitglied, und Margarete Kranz, Mitglied des Stiftungsrates und Vorsitzende des OV Wevelinghoven, übernommen.
Im Verlauf des Kurses, der für jede der drei dritten Klassen jeweils zwei Doppelstunden dauerte, wurde den wissbegierigen Kindern zuerst erklärt, dass Erste Hilfe nicht erst dann beginnt, wenn etwas passiert ist, sondern man im täglichen Leben immer und überall versuchen kann Gefahren zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. So wurde beispielsweise auf unachtsam im Weg abgestellte Schultaschen hingewiesen und dass Stolperfallen oft die vermeidbare Ursache für Verletzungen sind. Die Kinder erfuhren, dass Treppen ebenso große Gefahrenstellen sind, wie Fortbewegungsmittel wie z.B. Fahrräder, Inline-Skates oder Skateboards. So gelangten die Kinder ganz von selbst zu der Erkenntnis, dass Unfälle oft vermeidbar sind, man aber darüber hinaus auch Vorkehrungen treffen kann, dass Unfälle glimpflich ablaufen, indem man sich beispielsweise mit Knieschützern, Ellbogenschützern und besonders einem Helm vor schlimmen Folgen schützt.
„Was tun, wenn doch etwas passiert ist?“ war das nächste Thema. Hier wurden die Begriffe „Eigenschutz“, „Sofortmaßnahmen/Notruf“, „weitere EH-Maßnahmen“ „Rettungsdienst“ und „Krankenhaus“ kindgerecht und am Beispiel eines von den Kindern zusammengebastelten Rettungsketten-Plakats erklärt, das danach auch in allen drei Klassen einen dauerhaften Platz fand. Der Notruf wurde im Anschluss von den Kindern und mit Hilfe zweier Mobiltelefone simuliert und freudig geübt. Als weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden beispielhaft Wundschnellverbände, der Druckverband sowie der Umgang mit der Rettungsdecke praktisch geübt.
Natürlich durfte auch das Thema Bewußtlosigkeit und die damit verbundene Maßnahme der stabilen Seitenlage nicht fehlen, die von den Kindern mit viel Eifer und Begeisterung durchgeführt wurde, wie auch schon alle praktischen Übungen zuvor. Zum Schluss wurde noch besprochen, welche Einrichtungen und Materialien zur Ersten Hilfe in der Schule bereits zur Verfügung stehen und wo sie zu finden sind.
Alle Kinder haben über die Bürgerstiftung nach dem Kurs eine Urkunde „Unfallverhütung und Heranführen an die Erste Hilfe in Grundschulen.“ erhalten.
In einem kurz nach der Aktion im Erft-Kurier erschienenen Artikel freute sich die Schulleiterin Katja Ridderbusch: „Das Team vom Roten Kreuz war einfach nur toll. Die Kinder waren begeistert und die Lehrkräfte waren sehr angetan. Ein absoluter Gewinn für uns. Großartig!“
Joachim Drossert, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Jüchen, resümierte im gleichen Artikel: „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes gewinnen konnten. Ich glaube, es war für beide Seiten eine Bereicherung, und es hat allen viel Spaß gemacht. Den gleichen Kurs haben wir auch den beiden anderen Grundschulen im Stadtgebiet angeboten.“
Mittlerweile sind die genannten Kurse für eine weitere Jüchener Grundschule mit zwei Standorten bereits für September und Oktober 2025 terminiert, sie werden mit gleichem Umfang und den bewährten Themengebieten stattfinden.